Abluftreinigung

Allgemeine Funktionsweise der TWINN Anlagen

AGU hat die TWINN für den 24-Stunden-Betrieb entwickelt. Sie ist in einen Kanal A und einen Kanal B aufgeteilt. Während Kanal A das Rohgas aus der Produktion reinigt, arbeitet Kanal B ausschliesslich mit ionisierter Frischluft und reinigt die Aktivkohle. Nach einem bestimmten Zeitraum (in der Regel im 1-Stunden-Takt) übernimmt Kanal B die Rohgasreinigung und Kanal A die Reinigung der Aktivkohle ohne Rohgas. So hat die Aktivkohle eine überdurchschnittlich lange Lebensdauer. Wir verwenden eine sehr geringe Menge Aktivkohle, welche auf bis zu 98 Einzelkassetten je TWINN unterteilt wird und somit einfach zu handhaben ist. Unser System der Luftreinigung arbeitet zweistufig. Zuerst erfolgt eine Ionisierung (Kaltplasma) der Luft. Per Mikrooxidation werden Schad- und Geruchsstoffe in erheblichem Masse abgebaut. In der zweiten Reinigungsstufe haben wir ein entsprechendes Aktivkohle-Paket dahinter geschaltet, um die jeweils gesetzlich vorgeschriebenen Reinigungswerte zuverlässig zu erreichen und somit immer konform TA-Luft zu operieren. Das Absorbieren der Reststoffe durch die Aktivkohle sorgt dafür, dass ein besserer Reinigungswert dauerhaft erreicht und zuverlässig gehalten werden kann.

Reinigung der Aktivkohle

Die Reinigung der Aktivkohle erfolgt durch eine Überionisation. Hier reinigt die ionisierte Luft die Aktivkohle im jeweils geschlossenen Kanal (während der benachbarte Kanal die Reinigungsphase der schadstoffbelasteten Abluft durchführt) so dass ausschliesslich hoch ionisierte Luft über das Aktivkohle-Paket gefahren wird. Auf diese Weise erzielt die Aktivkohle sehr hohe Standzeiten, was auch im Interesse des Betreibers der Luftreinigungsanlage ist.

Unsere Anlage war hierdurch mit ein und derselben Aktivkohle bereits mehrfach bis zu 20.000 Stunden und länger in Betrieb, obwohl die Aktivkohle rein rechnerisch nach 500 Betriebsstunden ihre Aufnahmekapazität erreicht hätte.

Patentiertes System

Unser System ist patentiert und wird erfolgreich zur Reinigung von schadstoffbelasteter Abluft in Industriebetrieben unterschiedlicher Arten eingesetzt.

Spart Energie und Platz

Hinzu kommt, dass der Energiebedarf unserer Abluftreinigungsanlage sehr niedrig ist. Wir benötigen für die Reinigung von 10.000 m³/h Abluft erfahrungsgemäss etwa 7,5 kWh. Dies entspricht den gesetzlichen Bestimmungen des Energieeinsparungsgesetzes (EnEG).

Die Kompaktbauweise unserer Anlagen ermöglicht es, sie auf 10 m² unterzubringen. Und da sie grundsätzlich in Edelstahl gefertigt werden, sind sie für einen Aussen- wie für Innenaufbau gleichermassen geeignet. Und überall dort, wo eine Komplettinstallation nicht getragen werden kann, können die einzelnen Komponenten verteilt und durch entsprechende Kanäle miteinander verbunden werden.

Anbindung an die Produktion

In vielen Fällen arbeiten unsere Kunden im 24 Stunden / 3-Schicht-Betrieb und dürfen nur produzieren, wenn unser Abluftreinigungssystem ebenfalls läuft. Unsere Anlagen benötigen keine Vorlaufzeiten: Sie werden eingeschaltet und sind sofort betriebsbereit. Aus diesem Grund sind sie immer an die Produktion gekoppelt.

Die Anlage ist so gesteuert, dass je nach Bedarf die Luftfördermenge individuell reguliert werden kann. Somit kann direkt auf das aktuelle, tatsächliche Abluftvolumen reagiert und Energie eingespart werden. Gegebenenfalls können die Anlagen sich auch vollständig abschalten, z.B. bei Unterbrechung von Produktionsphasen oder am Wochenende. Aufgrund dessen, dass keine Vorlaufzeiten bzw. Aufwärmphasen benötigt werden, sind die TWINN Anlagen sofort bei Einschalten wieder betriebsbereit. Die Abluftreinigungsanlage ist somit immer direkt an die Produktionsphasen gekoppelt. Durch diese intelligente Steuerung werden Ressourcen geschont und Betriebskosten eingespart.